„Auf den Spuren der Hl. Edith Stein“

Eine Ausstellung im Haus der offenen Tür St. Bonifatius.

Vom 31. Oktober bis zum 19. November 2019 findet im Haus der offenen Tür (HOT) St. Bonifatius in Wuppertal-Varresbeck eine Ausstellung zum Thema „Auf den Spuren der Hl. Edith Stein“ statt. Darin wird eine Exkursion dokumentiert, bei der 18 Jugendliche im Frühjahr 2019 wichtige Stationen im Leben von Edith Stein in Polen besucht haben. Die Exkursion war die zweite Phase eines Projekts, in dem die Blütezeit jüdischen Lebens vor der nationalsozialistischen Diktatur thematisiert wurde. Die Ausstellung bildet darin die dritte und letzte Phase.

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Edith Stein wurde 1891 in Breslau als elftes Kind einer jüdischen Holzhändler-Familie geboren. Nach dem Abitur studierte sie Philosophie in Göttingen, promovierte in Freiburg und erhielt mit summa cum laude die bestmögliche Note. Neben ihrer philosophischen Arbeit war sie als Lehrerin, Übersetzerin und Dozentin am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik tätig. 1922 konvertierte sie zum Katholizismus und trat 1933 dem Orden Karmel als Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz bei. 1938 emigrierte Stein in die Niederlande, wo sie 1942 verhaftet und in das Durchgangslager Amersfoort überführt wurde. Nach mehreren Stationen wurde sie am 9. August 1942 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Edith Stein wurde 1997 von Papst Johannes Paul II. selig und ein Jahr später heiliggesprochen.

Jugendliche besuchten Orte jüdischen Lebens und jüdischer Verfolgung

Edith Stein © gemeinfrei

Das Projekt „Auf den Spuren der Hl. Edith Stein“ ist eine Kooperation des Hauses der offenen Tür St. Bonifatius und des Kirchengemeindeverbands Wuppertaler Westen. In der ersten Projektphase wurden Teilnehmer/-innen durch Filme, Diskussionsabende, Vorträge und Exkursionen zu nahegelegenen Orten jüdischen Lebens oder jüdischer Verfolgung in das Thema eingeführt. Vom 22. April bis zum 27. April 2019 fand die Exkursion nach Polen statt, mit Besuchen in Breslau, Lublinitz, Auschwitz und Krakau. Die einzelnen Stationen stehen in enger Verbindung zu Edith Stein, aber auch allgemein zum jüdischen Leben in Polen.

Ausstellung zu Edith Stein endet am 19. November

Die Ausstellung setzt sich aus Bildern und Texten zusammen, die die während der Exkursion gewonnenen Eindrücke zusammenfassen. Die Eröffnung fand am 31. Oktober mit jüdischer Musikbegleitung von Kai Heumann statt. Am 19. November endet die Ausstellung um 17.00 Uhr mit einer Finissage mit Kai Heumann und dem Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp. Interessierte sind zum Ausstellungsschluss herzlich eingeladen und haben sonst die Möglichkeit, die Ausstellung während einer begleiteten Führung zu erkunden. Führungen können unter hot-bonifatius@kircheimbergischen.de angemeldet werden. »at«

Kontakt: Haus der offenen Tür St. Bonifatius

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