blickfeld sprach mit der SPD-Stadtverordneten Maren Butz über den Umbau des Döppersbergs

SPD-Stadtverordnete Maren Butz

SPD-Stadtverordnete Maren Butz

Maren Butz, Projektmanagerin bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW), ist seit der diesjährigen Kommunalwahl Stadtverordnete im Wuppertaler Rat. Während ihres Chemiestudiums war sie zwei Jahre lang Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an unserer Universität.

In ihrem Wahlkreis liegt der Döppersberg. Hier wird gerade das gesamte Bahnhofsareal neu gestaltet. Studis merken dies nun hautnah. Ihre Busse fahren von anderen Haltepunkten ab, da die B7 und somit auch der Busbahnhof für die nächsten drei Jahre gesperrt sind. Was nun passiert und was geplant ist, hat uns Maren Butz im persönlichen Gespräch erläutert.

blickfeld: Hallo Maren, der Döppersberg-Umbau ist jetzt im vollen Gange. Kannst du unseren Leserinnen und Lesern erklären, was jetzt passiert und wie der Bereich rund um den Wuppertaler Hauptbahnhof in Zukunft aussehen soll?

Gesamtansicht des neuen Döppersbergs © Stadt Wuppertal

Gesamtansicht des neuen Döppersbergs © Stadt Wuppertal

Maren Butz: Am Döppersberg wird eine Planung Realität, die 2010 vom Stadtrat beschlossen wurde und auf eine Debatte aufbaut, die bereits in den 90er Jahren begonnen hat. Das gesamte Bahnhofsareal wird neu gestaltet. Die Unterführung zwischen den Bahngleisen und der Schwebebahn fällt vollständig weg. Stattdessen wird der Fußgängerweg über die B7 als Brücke zwischen Bahnhof und Innenstadt gelegt. Links und rechts werden dort Einkaufsmöglichkeiten entstehen. Anstelle des jetzigen Busbahnhofes wird eine Parkanlage zum Verweilen einladen. Der Bahnhof selbst bekommt einen großen Vorplatz, der über zwei Ebenen verlaufen wird. Während oben Gastronomieangebote die Reisenden erwarten sollen, finden unten weitere Läden sowie das neue Geschäftshaus Platz. Direkt neben dem Historischen Bahngebäude, dessen alte Fassade dann wieder vollständig zur Geltung kommt, wird der neue Busbahnhof liegen, unmittelbar über dem Tiefgaragenparkdeck, welches gerade entsteht.

blickfeld: Und deshalb wurde kürzlich die B7 gesperrt? Ein Schritt, der sehr kontrovers diskutiert wurde.

Eine Brücke anstelle des aktuellen Tunnels © Stadt Wuppertal

Eine Brücke anstelle des aktuellen Tunnels © Stadt Wuppertal

Maren Butz: Genau. Die Sperrung der Hauptverkehrsachse Wuppertals war keine leichte Entscheidung. Doch haben unter anderem Planungsfehler, ein zwischenzeitlicher Wechsel des zuständigen Architekturbüros und erhöhte Kosten die anvisierte Fertigstellung 2017 zunichte gemacht. Damit nicht bis 2020 gebaut werden muss, wurde die B7-Sperrung beschlossen, um die Bauzeit auf 2018 zu reduzieren. Die Vorteile der Sperrung: Es können mehrere Bauschritte gleichzeitig begonnen werden. Die Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger müssen sich zudem nur einmal an neue Wege und Umleitungen gewöhnen. Anders als bei einem stetigen Sperrungswechsel. Ferner haben auch die Rettungskräfte vor Ort der Sperrung zugestimmt – ein wichtiger Faktor.

blickfeld: Eine abschließende Frage an dich als ehemalige Studentin der Bergischen Universität Wuppertal. Worauf können sich deiner Meinung nach die Studierenden am meisten freuen?

Blick auf den Vorplatz © Stadt Wuppertal

Blick auf den Vorplatz © Stadt Wuppertal

Maren Butz: Pendelnde Studierende können sich ab 2018 über kurze Wege freuen. Der Bus zur Uni startet nach dem Umbau direkt vom Bahnhofsgebäude. Zudem wird das Areal auch endlich vollständig barrierefrei. Mit dem Tunnel fällt zwar der Regenschutz weg, dafür haben Passanten in Zukunft über den großen Vorplatz einen freien Blick in die Innenstadt, die durch den Umbau aufgewertet wird. Zuletzt verbessert sich der erste Eindruck von Neustudierenden im Hinblick auf ihren Studienort. Während meiner Zeit an der BUW habe ich von meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen oft zu hören bekommen: „Der Wuppertaler Hauptbahnhof ist so hässlich“. Das ändert sich in Zukunft.

blickfeld: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Martin Wosnitza

Weitere Informationen zum Döppersberg-Umbau:

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5 Kommentare zu „Der Wuppertaler Hauptbahnhof ist so hässlich“

  1. Guido Gallenkamp sagt:

    Ist denn der Wuppertaler Hauptbahnof teil der Planungen? Im „Interaktiven Rundgang“ komt man gar nicht dorthin. Bisher habe ich auch nur gelesen, dass die Planungen den Vorplatz, Busbahnhof, Brücke und Kreuzung beinhalten. Ist der Bahnhof jetzt doch dabei? Wie sehen die Pläne dafür aus? Geht man jetzt doch in den Bahnhof, statt drunter her?

  2. Liebes Experten-Team,
    wenn ich nach Wuppertal komme, dann ist es immer eine emotionale Heimfahrt in meine Heimatstadt der Kind- und Jugend-Jahre. So war es auch am 6-6-2015. Ich bin beeindruckt von dem gelungenen Wurf des Entwurfs. Der geradezu weltstädtischen Präsens des neuen wahr werdenden Döppersbergs. Ja, die Grandezza unserer „Bahn-Akropolis“ verinnerlicht den Zentral-Bahnhof unserer bergischen Heimat-Metropole. Wenn es nicht auch einen Wermutstropfen gäbe. Da ist die noble Pracht der historischen Reichsbahn-/Eisenbahn-
    Direktion die hervorragend geeignet ist für ein großzügiges „Von der Heydt-Museum“ für die großartige hauseigene Sammlungs-Präsentation, die am Turmhof zugunsten der Veranstaltungsreihen und großartig konzipierten Ausstellungen von Herrn Dr. Gerhardt Finckh, nur unzureichend zur Schau gestellt werden können. Leider wird der schöne, freie „Freiheits-Prospekt“ gleich wieder verstellt durch den „Kubus“, der weniger provokativ an der vorerst geplanten Grünfläche einen exzellenteren Platz haben dürfte. Auf dem „Freiheits-Prospekt“, wie ich ihn nenne, könnte das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms aufgestellt werden, wie so einige dieser Art in Düsseldorf zu sehen sind. Der Kommerz findet doch in unmittelbarer Citie- Nähe statt.
    Ich bedanke mich für den Kommentar-Raum den Sie geschaffen haben um Gehör zu finden und
    grüße Sie
    freundlichst
    Werner LoeCherbach

  3. hartmann sagt:

    1.Der Rundfenstereinbau ist elnfach ein unbedingtes muss !!!! 2. Die Form des Kubusses ist ein totaler Fels hlag !! Statt dessen sollte man dort einen gläserne Rundbau mit attraktiven Kaffee plaziert

    Der Rundfenstereinbau ist ein unbedingtes muss!

    Der

    !!!

  4. hartmann sagt:

    1.Rundfenster jetzt!
    2.statt hässlichen Kubus ein gläserner moderner Rundbau mit Terrassenkaffee !
    3.Viel Grünanlagen mit integriertem Springbrunnen und Teich und vielen modernen Sitzgelegenheiten !!

  5. Petra Schönbrunn sagt:

    Herr Hartmann, das sehe ich ganz genauso,wird aber ein Traum bleiben. Weil der“ Alptraum „Kubus schon fast fertig ist und der Irische Investor bald seine Krakenarme auch nach Wuppertal ausgestreckt hat,😤😤😤😤😤😤

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