Warum Maschinenbau oder Sicherheitstechnik in Wuppertal studieren?

Über 13 Prozent aller Industriearbeitsplätze im Bergischen Städtedreieck – Wuppertal, Solingen und Remscheid – sind laut Maschinenbaunetzwerk Bergisch Land im Maschinenbau angesiedelt. Waren die Neueinschreibungen in den Fächer Maschinenbau und Sicherheitstechnik in den letzten Jahren immer stabil, so sind die Anfängerzahlen jetzt auch an der Bergischen Universität Wuppertal spürbar zurückgegangen. Der bundesweite Rückgang und die damit verbundene Sorge über einen Fachkräftemangel wird durch den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bestätigt.

Foto (v.l.n.r.): Lilian Abu Dalou, Ebru Cetin und Nadia Friedrich

Vor diesem Hintergrund hat sich eine gemeinschaftliche Initiative des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) Bergischer Bezirksverein und der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik gebildet. Seit einigen Wochen werden in deren Rahmen Studierende als sogenannte Studienbotschafter*innen in die Schulen geschickt, um dort junge Menschen über die beiden Studienfächer zu informieren. Ein zentrales Anliegen ist es zudem, mehr Frauen für diese Fächer zu begeistern.

Der jüngste Termin fand am Mittwoch, 27. April 2022, im Berufskolleg am Haspel statt. 40 Schüler*innen folgten aufmerksam dem Vortrag von Nadia Friedrich, Ebru Cetin und Lilian Abu Dalou, die selbst die vorgestellten Fächer studieren.

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Flexibles Studium im familiären Umfeld

Konstruktion, Mechatronik, Arbeitssicherheit oder Umweltschutz – die späteren Aufgabenbereiche nach einem Maschinenbau- oder Sicherheitstechnik-Studium sind vielfältig. Studentin Nadia Friedrich betonte ein Alleinstellungsmerkmal an der Bergischen Universität: „Im Gegensatz zu anderen Hochschulen muss bei Studienbeginn in Wuppertal kein Schwerpunkt festgelegt werden. Dieser kann im Verlauf des Studiums gewählt werden.“

Alle drei Vortragenden hoben zudem die umfassenden Hilfs- und Unterstützungsangebote der Fakultät Maschinenbau und Sicherheitstechnik, etwa zur Auffrischung der mathematischen Kenntnisse, und die familiäre Atmosphäre innerhalb der Fächer hervor. Lilian Abu Dalou berichtete zudem von dem guten Verhältnis von Studierendenzahlen zu Mitarbeiter:innen an der Fakultät: „Dozierende und Studierende kennen sich beim Namen, Kontakte zu knüpfen fällt leicht.“ Zusätzlich betonte sie die hervorragende Infrastruktur an der Universität: „In den Laboren am Hauptcampus Grifflenberg, die uns als Maschinenbauer:innen zur Verfügung stehen, können wir auf eine umfangreiche technische Ausstattung zurückgreifen, zu der zum Beispiel 3D-Drucker oder Industrieroboter gehören, um praxisorientiert an unseren Projekten zu arbeiten.“

„An der Bergischen Universität haben die Studierenden eine breite Auswahl an Studienangeboten. Dazu zählen zum Beispiel das Studium des Sicherheitstechnikers und die Master-Vertiefung im Qualitätsingenieurwesen oder in Prozesstechnik. Zusätzlich bietet die Universität die Möglichkeiten eines dualen Studiums im Bachelor an“, ergänzt Studienbotschafterin Ebru Cetin.

Enger Kontakt zur Wirtschaft und zu lokalen Unternehmen

Enge Kontakte existieren auch in Richtung Wirtschaft und Unternehmen. „Bei uns ist das Verhältnis Studierende zu Industrieunternehmen sehr gut. Viele unserer Student:innen arbeiten bereits parallel zum Studium in Unternehmen in der Region. Mitgliedsunternehmen des Maschinenbaunetzwerkes Bergisch Land halten sogar die Vorlesung ‚Sondermaschinenbau‘ bei uns an der Universität. So sind unsere Absolventen*innen besser für den Sondermaschinenbau gerüstet und es ergeben sich früh direkte Kontakte zu den Unternehmen. Das hat für beide Seiten große Vorteile“, so Univ. Prof. Dr.-Ing. Peter Gust. Auch innerhalb der Bergischen Universität können Studierende ihre Fähigkeiten in der Praxis erproben – zum Beispiel beim Green Lion Racing Team, wie Friedrich vortrug: „Beim Racing Team entwickelt ihr euren eigenen Rennwagen und nehmt an einem internationalen Konstruktionswettbewerb teil. Damit sammelt ihr nicht nur wertvolle Erfahrungen, sondern könnt mit diesem Engagement künftige Arbeitgeber*innen beeindrucken.“

Abgerundet wurde der Auftritt am Berufskolleg durch einen Vortrag der Zentralen Studienberatung (ZSB), der beispielsweise die Themen Studienfinanzierung und Hochschulzugangsberechtigung behandelte, und „Uni-Tüten“ für die Schüler*innen mit umfangreichen Informationen zu den Studienfächern.

Der nächste Schulbesuch der Fakultät Maschinenbau und Sicherheitstechnik soll am 21. Juni 2022 am Städt. Gymnasium Sedanstraße erfolgen. „Schulen im Bergischen Städtedreieck und darüber hinaus können sich bei Interesse an einem Vortrag bei uns melden, wir kommen gerne vorbei“, so Ebru Cetin, die auch den Besuch am Haspel abgestimmt hat. Interessenten können sich bei Projektkoordinator Marco Kuhlmeier von der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik melden. »mw«

Ansprechpartner für die Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

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