„Leiter an den Bus“ und oben draufsetzen – Das sagen Studierende zur Bussituation

Wuppertal ist eine "Pendler-Universität". Lediglich 7.000 von über 22.000 Studierenden geben an, eine Meldeadresse in Wuppertal zu haben. Alle anderen pendeln - ins "volle Parkhaus", mit der "vollen Bahn" und den "übervollen Bussen" hoch zur Bergischen Universität.

Wir haben von Februar bis März 2019 eine Umfrage zum Weg zwischen Hauptbahnhof und Universität durchgeführt. Rund 280 Studierende haben teilgenommen. Nun haben wir die Daten ausgewertet und präsentieren das Ergebnis.

Fazit: Studierende steigen am Hauptbahnhof in irgendeinen Bus hoch zur Uni ein

Von 278 Studierenden gaben 236 auf die Frage „Wo steigst du in den Bus ein?“ an, vom Wuppertaler Hauptbahnhof (Busbahnhof) loszufahren. Erstaunlicherweise hat die überwältigende Mehrheit von 195 zur Frage „Welche Linie nimmst du?“ geantwortet, dass sie in einen beliebigen Bus hoch zur Universität einsteigen und dabei nicht auf die Linie achten würden. Das täten laut Umfrage lediglich 41 Studierende am Döppersberg, die bewusst den normalen Linienverkehr nutzen bzw. in drei Fällen in den Uni-Express steigen.

42 Umfrage-Teilnehmer/innen nutzen den Busverkehr ab der Historischen Stadthalle, doch nur acht geben an, in den UniExpress zu steigen. Die übrigen 34 gaben auch hier an: „Hauptsache ein Bus hoch zur Uni“ – und achten folglich nicht auf die genutzte Linie.

Grafische Auswertung der Umfrage

Ergo: Fast niemand der 278 Befragten geht zur Historischen Stadthalle und steigt bewusst in den UniExpress ein, wie es sich die Wuppertaler Stadtwerke wünschen.

Klar ist: Die Studierenden kommen natürlich irgendwie zur Universität, sind aber mit dem „Wie“ absolut unzufrieden, wie uns zahlreiche Kommentare, über den hier veröffentlichten hinaus, in den Umfrage-Teilnahmen verraten.

Umfrage-Teilnehmer: „Jede Sardine in ihrer Büchse hat mehr Platz zum Atmen“

Wir haben die aussagekräftigsten O-Töne für euch zusammengefasst:

Es wird deutlich: Die Teilnehmer/innen unserer Umfrage sind sehr unzufrieden mit der Bussituation hoch zur Universität. Die Seilbahn, über die die Wuppertaler Bürger/innen nun abstimmen können, soll da Abhilfe schaffen. Das Problem ist nur: Die Seilbahn käme erst – wenn überhaupt – 2025. Sie ist somit keine schnelle Lösung für die jetzige Situation. Deswegen wird die Diskussion um den Busverkehr zur Universität voraussichtlich auch nach der Seilbahn-Befragung weitergehen. »like & mw«

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