Kritik: Zuviel Uni im Praxissemester

Studierende, Vertreter/innen der Zentren für schulpraktische Bildung (ZfsL), der Schulen sowie der Universität tauschten im Rahmen der Veranstaltung „Uni lernt Schule – Praxissemester konkret“ ihre Erfahrungen aus. Die School of Education hatte am 12. Juni dazu eingeladen.

Uni zieht als Praxissemester-Vorreiter nach fünf Durchgängen und annähernd 500 Lehramtsstudierenden Resümee

Im Rahmen von Einzelvorträgen und einer abschließenden Podiumsdiskussion stellten alle am Praxissemester beteiligten Akteure ihre Erfahrungen vor.

Von Seiten der Studierenden wurde das Praxissemester als „sehr bereichernd“ empfunden. Erste eigene Unterrichtsversuche von der didaktischen Aufarbeitung bis zur Unterrichtsstunde selbst ließen eigene Stärken und Schwächen erkennen. „Eine gute Vorbereitung auf das Referendariat“ wie Berit, eine angehende Grundschullehrerin, zum Ausdruck brachte. Sie hat nun keine Angst mehr vor Unterrichtsbesuchen und sieht dadurch einen Vorsprung vor Studierenden, die kein Praxissemester absolviert haben, gegeben. Doch es gab nicht nur Anlass zum Lob.

„Eine sehr hohe Belastung“ bescheinigt der mittlerweile im Referendariat befindliche Michael dem Praxissemester. Daneben arbeiten sei „aussichtslos“. Prüfungen, Uni-Seminare, die zum Teil nichts mit dem Praxissemester zu tun hätten, ZfsL-Begleitprogramm sowie Vor- und Nachbereitungen aller Punkte würden zuzüglich der Zugfahrten viel Zeit kosten, die für das Praxissemester selbst fehlt. Der Vorschlag: Universitäre Verpflichtungen im erheblichen Maße reduzieren.

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Dieser Vorschlag fand auch von anderer Seite Unterstützung. Die anwesenden Vertreter/innen von ZfsL und Schule empfanden die Aufgaben von Seiten der Universität ebenfalls als zu umfangreich. Das theoretische Rahmenprogramm und die damit verbundenen, auch terminlichen Verpflichtungen sollen „das Praxissemester unterstützen und nicht behindern“. In diesem Zuge sprachen sich Vertreter/innen der Schule für „mehr Unterrichtsprojekte statt Studienprojekte“ aus. Der Kern des Praxissemesters – auch nach Ansicht der Studierenden. »mw«

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  1. Ganz ehrlich? Ich finde, dass die Uni noch einen guten Job gemacht hat.
    Was ich am ZfsL und an der Schule erlebt habe, war um manches gruseliger!

    Die von ZfsL sind aber mal wieder so davon gekommen. Kritik hat unsere Überfachliche auch nicht angenommen.

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