„Wutpunkte“ an Universitäten

BU Wuppertal mit „weißer Weste“ unterwegs

Von Zeit zu Zeit betreffen sie uns alle: kleine Ärgerlichkeiten im Alltag oder auch größere Probleme machen uns das Leben schwer und wir fragen uns „Wohin mit meiner Beschwerde?“. Das ehemalige Studentenprojekt www.wutpunkte.de, das sich 2013 zu einem Berliner Start-Up Unternehmen entwickelt hat, ist ein Portal, das genau diesen Bürgerbelangen eine Plattform bieten will. Der Weg ist simpel: Alle Beschwerden können mit Bild und Text auf einer Karte für alle öffentlich zugänglich gemacht werden. Wer will, kann kommentieren und unterstützen.
Kommunen, Landesbehörden und andere Stellen können sich wiederum auf der Plattform registrieren, die „Wutpunkte“ einsehen, öffentlich kommentieren und ggf. „beseitigen“. Die Hoffnung des Unternehmens: „Durch Wutpunkte.de erfahren die öffentlichen Stellen viel schneller von den Missständen und können diese auch viel schneller beheben.“

Auch Unis können mitmachen

Laut den Betreibern können nun auch Universitäten einen internen Zugang zu „Wutpunkte.de“ erhalten und auf Eintragungen reagieren.

Johannes Bunsch, Leiter der Universitätskommunikation, hat auf Nachfrage von blickfeld Stellung zu dieser Möglichkeit bezogen: „Die Zufriedenheit an der Bergischen Universität ist relativ hoch, vor allem durch die ausgeprägten und gut angenommenen Qualitätssicherungsverfahren wie bspw. das Netzwerk QSL oder die zentrale Beschwerdestelle. Zudem können der Uni über Mail, Post oder Facebook Probleme mitgeteilt werden, die in der Regel schnell und unbürokratisch gelöst werden können. Wir nehmen jede Kritik, ob letztlich berechtigt oder unberechtigt, sehr ernst und prüfen jeden Fall“.

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Laut Bunsch würden Plattformen wie „Wutpunkte.de“ erfahrungsgemäß von denjenigen genutzt werden, deren individueller Wille „aus berechtigten Gründen nicht Rechnung getragen werden konnte“. Grundsätzlich würde die Universität laut Bunsch „ein solches Portal auch beobachten, aber sicherlich nicht zu jeder Äußerung Stellung beziehen.“ »mw«

Eure Meinung ist gefragt!

Reichen für Beschwerden, Kritiken und individuelle Probleme die Kontaktmöglichkeiten der Universität aus oder werden diese durch eine Plattform wie „Wutpunkte.de“ sinnvoll ergänzt? Schreibt uns! Über die Kommentarfunktion oder per E-Mail. Wir freuen uns auf eure Antworten.

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  1. Kritischer Kritiker

    Nach dem Wutbürger gibt es nun bald auch den Wutstudenten?

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