Abschluss – und dann? Mit Sicherheitstechnik zur DB Netz AG

Seit 1975 kann an der Bergischen Universität Wuppertal das Studienfach Sicherheitstechnik studiert werden. Alumna Nele Gardner ist dafür extra von Bad Homburg (Hessen) nach Wuppertal gezogen. Von 2011 bis 2017 absolvierte sie den dazugehörigen Bachelor- und Masterstudiengang und schloss mit dem Grad Master of Science ab. Seit dem Jahr ihres Abschlusses arbeitet sie als Sicherheitsingenieurin bei der DB Netz AG. Mit uns hat sie über ihren Werdegang gesprochen.

„Über Kontakte, die ich während meines Engagements beim Deutschen Roten Kreuz in meiner Heimat geknüpft habe, erfuhr ich vom Studiengang Sicherheitstechnik. Da meine Interessen schon immer in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik lagen, habe ich mich dazu weiter informiert“, erklärt die ausgebildete Rettungssanitäterin, die daraufhin die Sommer-Uni 2011 besuchte. Diese ist ein Angebot der Bergischen Universität, das ein Probestudium für junge Frauen in Naturwissenschaft und Technik ermöglicht. „Die Universität und die Studienrichtung überzeugten mich. Insbesondere die Fragestellungen, wie Arbeit sicher gestaltet, Unfälle verhindert und wir alle sicher und gesund arbeiten können, haben mich begeistert.“

Erste Berufserfahrung schon während des Studiums gesammelt

Sie fasste im Laufe ihres Studiums auch beruflich Fuß an der Universität. So arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Hilfskraft am für Lehrstuhl Umweltchemie und später am Lehrstuhl für Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz. Dort hat sie u.a. Chemie-Tutorien für angehende Sicherheitstechniker/-innen gehalten. „Ich habe immer während des Studiums gearbeitet, um die universitäre Theorie mit der beruflichen Praxis verknüpfen zu können“, erklärt die 29-Jährige und ergänzt: „Ich kann das Sammeln für Praxiserfahrungen allen Ingenieurwissenschafts-Studierenden nur empfehlen.“

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Nach einer beruflichen Zwischenstation bei einem Ingenieurbüro wechselte Nele Gardner im Mai 2017 zur DB Netz AG und ist dort bis heute als Sicherheitsingenieurin tätig: „In dem etwa 47.000 Mitarbeiter starken Unternehmen analysiere ich zum Beispiel schwere Arbeitsunfälle und entwickle Maßnahmen, um hier in Zukunft präventiv wirken zu können.“ Sie durchlief zuvor das bei der DB übliche Bewerbungsverfahren.

Weitere Kompetenzen im Ehrenamt erlangt

Während des Studiums lernte Nele Gardner den Bergischen Bezirksverein des VDI kennen und wurde dort aktiv: „Ich startete in der Arbeitsgruppe der Studierende und Jungingenieure und übernahm später auch die stellvertretende Leitung.“ Später wechselte sie zum Arbeitskreis der Aktiven Ingenieure und übernahm hier die Leitung. Neben dieser lokalen Arbeit engagierte sie sich zudem unter anderem als Teil des Standteams der Hannover-Messe 2016, einer der größten Industriemessen mit internationaler Bedeutung. Auch die Organisation des Kongresses der Studierenden und Jungingenieure 2017 fiel in ihre Verantwortung. Sie leitete das damalige Projektteam. „Mit diesem Engagement konnte ich mir viele organisatorische Skills aneignen, etwa in den Bereichen Teamarbeit und -leitung. Gerade in Bewerbungsgesprächen kann das Engagement im Ehrenamt die Entscheidung zwischen mehreren Kandidaten ein wichtiger Punkt sein.“

Als VDI-Vorsitzende angehende Ingenieure fördern

Mit ihrem beruflichen Werdegang veränderte sich auch ihr Engagement beim VDI: Ende Oktober wurde sie zur Vorsitzenden des Bergischen Bezirksvereins gewählt. Für ihr damit verbundenes Engagement in den kommenden drei Jahren formuliert sie klare Ziele: „Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen erschweren die Vereinsarbeit und machen neue Formate in Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten notwendig.“ Um die Vernetzung unter den Mitgliedern zu stärken, möchte sie beispielsweise mehr Online-Events, etwa Stammtische und Themenabende, anregen. Auch das Interesse von jungen Studierenden und angehenden Ingenieuren möchte Gardner weiter wecken – beispielsweise durch Netzwerkarbeit oder das Angebot einer beruflichen Orientierung: „Ich möchte angehenden Ingenieuren zeigen, was beruflich möglich ist.“ »mw«

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