»Laika lebt« – trotz Corona

»Laika lebt!« - eine junge Indie-Rockband aus Hagen mit außergewöhnlichen Texten, Ohrwurmgarantie und einem ganz besonderen Bezug zu Wuppertal. Ende Januar haben sie ihr Debütalbum »livin‘ ma wieder locker« veröffentlicht, im April planen sie ihren nächsten Auftritt in der börse in Wuppertal. Wie das trotz der Pandemie doch alles irgendwie klappt, haben uns Joscha Hegemann (Schlagezeug), Richard Hoppe (Bass), Maik Paroth (Gitarre) und Christian Reichler (Gitarre) in einem Interview per Zoom berichtet.

Titelfoto: (v.l.n.r) Richard Hoppe (Bass), Joscha Hegemann (Schlagzeug), Lennart Olma (Gesang/Gitarre), Christian Reichler (Gitarre) und Maik Paroth (Gitarre)

Als Band ein Album aufnehmen und das trotz Corona? Das war mit Sicherheit mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Bassist Richard empfindet eher das Gegenteil: „Wir hatten die Aufnahmen schon längst im Kasten. Das heißt, wir mussten uns nicht nochmal alle treffen. Deswegen war das im Grunde genommen mit Corona kein Problem. Wir mussten nur noch am Computer alles zusammenschneiden und mischen.“ In der momentanen Situation war dafür an den Wochenenden schon etwas mehr Zeit übrig und so konnte das Album in Ruhe fertiggestellt werden. Die Idee für den Albumtitel »livin‘ ma wieder locker« hatte die Band schon etwas länger, aber in der aktuellen Situation passe er besonders gut. Und musikalisch? Woher kommt die Inspiration? „Das ist tatsächlich bei jedem von uns ein bisschen unterschiedlich“, meint Gitarrist Christian. „Aber es gibt natürlich auch gemeinsame Nenner.“ Alle Bandmitglieder sind selbst Fans der Bands Bilderbuch oder Wanda. „Wir tragen es einfach zusammen und dann kommt am Ende was dabei raus, das uns gefällt“, sagt Gitarrist Maik und hält dazu passend fest: „Hauptsache, es macht uns irgendwie Spaß und wir sind damit zufrieden. Am Ende, wenn die Leute das auch cool finden, dann freut uns das natürlich. Das ist das größte Lob, das man bekommen kann.“ – „Im Endeffekt klingen wir immer doch wie wir selbst“, fügt Richard noch hinzu. Tatsächlich schafft es die Band, mit ihrem ersten Album einen unverkennbaren Stil zu präsentieren und mit unterschiedlichen Musikrichtungen und -stilen zu vereinbaren: Abwechslungsreicher Indie-Rock trifft poetische deutsche Texte.

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Wuppertal: „Die Musikerszene ist gut vernetzt und alle unterstützen sich gegenseitig“

Auch wenn die Albumproduktion einwandfrei funktioniert hat, können »Laika lebt« natürlich nicht gemeinsam proben. „Das war schon ohne Pandemie immer ein großer logistischer Aufwand“, wie Maik erzählt. Sänger Lennart Olma und er wohnen in Wuppertal, während Richard in Heidelberg studiert und Christian und Joscha weiterhin in Hagen leben. „Deswegen haben wir gesagt, solange der Lockdown ist, machen wir gar keine Proben. Ist schon irgendwie schade, weil es grade nicht möglich ist, dass neue Songs entstehen.“ – „Zumindest nicht als Band“, bemerkt Schlagzeuger Joscha.

Cover des Debütalbums »livin‘ ma wieder locker«

Auftritte sind für dieses Jahr dennoch in Planung: Unter anderem werden »Laika lebt« in der börse in Wuppertal auftreten. In der Stadt ist die Band vor allem durch Gitarrist Maik vernetzt, der 2015 für sein Studium hierher zog. Inzwischen ist die Gruppe schon im beatz und kekse, auf dem Ölbergfest, im Bahnhof Blo, auf dem Luisenfest und bei vielen anderen Gelegenheiten in der Stadt aufgetreten. „Das ist das Schöne in Wuppertal“, erklärt Maik. „Die Musikerszene ist gut vernetzt und alle unterstützen sich gegenseitig, das kannte ich bisher noch nicht.“

Auftritt in der börse per Livestream

Seit einigen Monaten bietet die börse Konzerte per Livestream an. »Laika lebt« werden also am 10. April 2021 auf jeden Fall live zu hören sein, mit oder ohne Zuschauer/-innen: „Wenn wir dann aber doch Zuschauer zulassen dürfen, dann maximal 50 Personen“, so Maik. Das Konzert findet im Rahmen des Programms „Neustart Kultur“ statt, mit dem die Bundesregierung unter anderem verschiedene Kultursparten fördert. Der Vorverkauf startet, sobald es die Corona-Schutzverordnungen zulassen.

Das Album gibt es zum Warmhören auf allen Streamingplattformen, eine Pressung auf Vinyl ist derzeit in Planung, doch durch Corona verzögern sich die Lieferzeiten. Aber Richard verspricht schon mal: „Wer eine Platte nimmt, der kriegt natürlich auch die mp3s mit dazu!“ »lf«

Mehr zur Band »Laika lebt«

»Laika lebt« im Web:

»Laika lebt« auf Spotify

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