UniExpress bis zum Hbf würde „mehrere hunderttausend Euro“ kosten

Am Montag, 4. Februar, organisierte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) unter Moderation des studentischen Senators Lukas Vaupel eine Online-Fragestunde mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Vorab und während des Facebook-Livestreams konnten Studierende Fragen zum Nahverkehr stellen. Einen Schwerpunkt bildeten dabei der neue Busbahnhof am Döppersberg und die Haltestationen des UniExpress-Busses.

Für eine Stunde standen Daniel Gutseel, Leiter Vertriebsinfrastruktur, und Ludwig Froning, Leiter des Bereichs Angebotsplanung, Rede und Antwort. Wir haben einiges davon zusammengefasst:

Warum kein UniExpress bis zum Wuppertaler Hauptbahnhof fährt

Die vorgetragenen Gründe sind nicht neu (blickfeld berichtete). Einerseits seien Studierende zwischen den Haltestellen „Hauptbahnhof“ und „Historische Stadthalle“ zu Fuß schneller unterwegs als mit dem Bus, andererseits habe diese Liniengestaltung wirtschaftliche Gründe. Wie Ludwig Froning ausführte, müssten die Stadtwerke „aus der Hüfte geschossen mehrere hunderttausend Euro reinschießen“. Finanzielle Mittel, die die Stadtwerke nicht hätten.

Mehrheit der Busse zum Campus würden über den Busbahnhof fahren

Zum Start des neuen Busbahnhofes räumten die WSW-Vertreter im Livestream Kommunikationsprobleme in puncto Fahrten zur Universität ein: „Da gab es zuerst Missverständnisse, dass so ziemlich alles nur an der Stadthalle abfährt, dem ist nicht so.“ Zu den Spitzenzeiten, gegen 8 und 10 Uhr morgens, würden über 70% der Fahrten hoch zum Campus Grifflenberg am Hauptbahnhof starten. „Die werden verstärkt von etwa 30%, die ausschließlich zwischen Historischer Stadthalle und dem Hauptcampus fahren.“

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Zugleich erklärten die WSW-Vertreter, dass aus Kostengründen keine Steigerung der eingesetzten Uniexpress-Busse, sondern lediglich kleinere Optimierungen umsetzbar seien. Angesichts immer mehr Studierenden sei es laut Froning „schwierig, dem nachzukommen im ÖPNV, wenn man dann nur auf Bus setzt.“ In puncto Seilbahn verwies Froning auf die Politik und Verwaltung als Entscheidungsträger: „Wenn das gewollt wird, machen wir das gerne, wenn es nicht gewollt wird, dann machen wir es halt auch nicht und dann können wir nur im Kleinen optimieren.“

Rückstauproblem am neuen Busbahnhof am Döppersberg

Wer vom Busbahnhof abfährt, dem wird es schon häufiger aufgefallen sein. Bereits an der ersten Ampel, der Ausfahrt vom Busbahnhof, kommt es häufig zu größeren Rückstaus. Linien, die in Richtung Universität fahren, müssen bis zur Stadthalle noch drei weitere Ampelanlagen bewältigen.

Dazu erklärten die WSW-Vertreter, dass die Stadt Wuppertal Änderungen an den Ampelanlagen prüfe, um die Stauerscheinung zu beseitigen, was laut WSW durch „mehr Grünzeiten“ möglich wäre. Entscheidungsträger sei hier jedoch die Stadt Wuppertal.

Busbahnhof zu klein geraten?

Zu klein sei der Busbahnhof indes nicht, wie Froning erklärt: „Der ist schon sehr ordentlich dimensioniert, das passt schon auf die Fahrgastmengen, die wir da abwickeln müssen.“

Der Busbahnhof am Wuppertaler Hbf © mw

Die Möglichkeit eines zweiten Weges zum Busbahnhof an der Bundesbahndirektion und dem alten Bahnhofsgebäude vorbei ginge nicht, weil „wir über diese sogenannte Bahnhofs-Mall fahren würden. Die hat eine Tonnagebegrenzung von 7,5 Tonnen.“

Wartehäuschen am Freudenberg und Semesterticket in UniApp

Auch vermeintlich kleinere Themen wurden angesprochen. So sei es innerhalb der nächsten zwei Jahre geplant, das Semesterticket in der UniApp als Barcode abzubilden.

Der Wunsch nach einem Wetterschutz an den Haltestellen am Campus Freudenberg nahmen die WSW-Vertreter mit als Anregung für eine gegebenenfalls mittelfristige Umsetzung. Grundsätzliches Problem sei aber, dass die Flächen auf dem Campus weder der Stadt noch den Stadtwerken gehören würden, sondern den Bau- und Liegenschaftsbetrieben NRW (BLB.NRW), was einer zusätzliche Abstimmung bedürfe. Jedoch sei dies bislang noch kein Thema für die Wuppertaler Stadtwerke gewesen. »mw«

AStA-Livestream mit den Wuppertaler Stadtwerken

Den vollständigen Livestream des AStA mit den Wuppertaler Stadtwerken könnt ihr hier abrufen:

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