Kein Uniexpress am neuen Busbahnhof: Das sagen Hochschulleitung und AStA

Am 25. November 2018 soll der neue Busbahnhof am Döppersberg eröffnet werden. Bahnreisende, vor allem die, die an Gleis 1 ankommen, können dann direkt in die passende Buslinie umsteigen. Alle Bahnreisende? Nein, denn Studierende müssen, sofern sie den Schnellbus zur Universität, den Uniexpress, nutzen wollen, weiterhin zur Haltestelle Historische Stadthalle wandern.

Laut einem Vertreter der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) „brauchen die Busse vom neuen Busbahnhof zur Historischen Stadthalle länger, als die meisten Studierenden von den Gleisen zu Fuß unterwegs sind.“ So bleiben die Uniexpress- bzw. E-Busse „tagsüber deshalb und aus ressourcenschonenden Gründen oben an der Stadthalle.“ Lediglich „wenn die E-Busse aus dem Betriebshof oder aus dem Stadtgebiet heraus zum ersten Mal zur Uni starten“, würden diese um acht, zehn und zwölf Uhr auch am neuen Busbahnhof halten. Studierende hätten zudem die Wahl: Als Alternative zur Stadthalle könnten diese den regulären Linienverkehr am Busbahnhof, beispielsweise die 603, 615 oder 645, hoch zur Uni nutzen. Ziel der Stadtwerke ist es, den Andrang auf zwei Haltestellen zu verteilen.

Die Hochschulleitung der Bergischen Universität ist über die Ankündigung der Stadtwerke in puncto Uniexpress-Busse überrascht. Für die zahlreichen Bahnpendler hinauf zur Universität sei dies aus ihrer Sicht nicht optimal. „Die Stadtwerke werden daher gebeten, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken“, teilt eine Sprecherin der Hochschulleitung mit.

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Auch vom Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), der gewählten Interessenvertretung der Wuppertaler Studierenden, kommt Kritik. Lukas Vaupel, AStA-Referent für Mobilität, erklärt dazu: „Während wir die Intention nachvollziehen können, den Andrang an den Haltestellen auf zwei Orte zu verteilen, bleibt weiterhin zweifelhaft, ob das Konzept der WSW aufgeht. Nicht nur abhängig von der Wetterlage scheint der Weg über die Historische Stadthalle aufgrund des Anstieges für viele unattraktiver, wenn nicht sogar eine Barriere. Eine weitere Herausforderung liegt dazu noch in der Frage, auf welcher Basis Studierende sich entscheiden sollen, von welchem Ort sie abfahren.“

Konkreter wird Jupp Büchsel, Studierender in den Fächern Informatik und Design Interaktiver Medien: „Seit wann ist Zeit der einzige Faktor? Wurde an Regen, an Kälte im Winter, an Kunst- und Industriedesign-Studierende, die Plastiken und große Modelle zur Uni transportieren, Studierende, die Eltern sind und denen keine andere Wahl bleibt, als das Baby mitzunehmen, gedacht?“

Die Praxis wird es ab Ende November zeigen. »mw«

Dieser Artikel erschien auch in der Ausgabe der Westdeutschen Zeitung vom 24. Oktober 2018.

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