Klimasparbuch Wuppertal – nicht nur für Sparfüchse eine gute Wahl

Als es im Dezember hieß, es würde ein Klimasparbuch für Wuppertal geben, war ich sofort begeistert, auch ohne genau zu wissen, worum es gehen sollte. Da ich nicht warten wollte, bis ich es in den Händen halten würde, befragte ich das Internet. Dieses „erzählte“ mir, dass es sich um ein Buch voller Tipps zum nachhaltigen Leben, Klimaschutz und Geldsparen handelt. Der Dreh- und Angelpunkt dabei ist vor allem Wuppertal und das Bergische Land. Damit verbunden: 48 Gutscheine für einen ökologischen Einkauf vor Ort.

Buchrezension von Ann-Cathrin Klappert

Für 4,95 Euro bekommt man ein wirklich handliches Büchlein mit einem Umfang von 112 Seiten, wobei 30 durch Gutscheine gefüllt sind. Die restlichen Seiten sind voller Informationen zu den folgenden Themengebieten:

  • Gesünder essen und genießen,
  • bewusster leben und konsumieren,
  • nachhaltig unterwegs in Alltag und Freizeit,
  • grüner und schöner wohnen,
  • ökologisch bauen und renovieren.

Während „Bauen und Renovieren“ derzeit nur die wenigsten Studierenden ansprechen dürfte, bieten die vier weiteren Themenbereiche viel Nützliches und Wissenswertes – gerade für „Klima- und Wuppertal-Erstis“. So erfährt man zum Beispiel, dass Wuppertal schöne Urlaubsorte bietet, ebenso wie eine Vielzahl von Bio-Supermärkten oder Möglichkeiten, sich Autos, Fahrräder oder Pedelecs (E-Bikes) zu leihen. Vor allem Zweiräder eignen sich super, um seine Freizeit in Wuppertal zu verbringen. Das klingt vielleicht merkwürdig, wenn man sich den Weg vom Bahnhof bis zur Uni anschaut, aber Wuppertal verfügt über zwei alte Bahntrassen, die zu Rad- und Wanderwegen umgebaut wurden bzw. noch werden.

Daneben bietet das Buch viele kleine Fakten zum „Schlaulesen“: Wusstet ihr, dass unsere Kaffee-Wegwerfbecher pro Jahr etwa 40kg CO2 produzieren. Ich gebe zu, bei der Zahl
musste ich doch etwas schlucken.

Weiterer Anreiz für eine Anschaffung: die vielen Gutscheine. Diese sind passend zu den Buchkategorien sortiert. Mit ihnen bekommt man Preisnachlässe auf Einkäufe in Bio-Supermärkten, eine vergünstigte Biokiste, gratis Kaffee oder Tee in verschiedenen Läden, Rabatte auf den Leih von Elektrofahrrädern und Fahrradzubehör oder diverse Beratungen bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Alles in allem ist das eine gute Mischung, auch wenn ich sicherlich nicht alle Gutscheine nutzen werde. Doch alleine durch das geschenkte Biobrot und den Kaffee im Café Hutmacher hat man den Kaufpreis des Buches schon wieder raus – und ganz ehrlich? Kaffee und Brot kann man immer gebrauchen. Vor dem Kaffee im Hutmacher könnt ihr einen Tag lang umsonst Coworking in Utopiastadt austesten – das würde euch ohne den Gutschein 10 Euro kosten. Mein Gratisgetränk habe ich mir schon abgeholt, nachdem ich mit einem weiteren Gutschein meinen alten Plattenspieler ohne Terminprobleme im Reparaturcafé von /dev/tal wieder zum Laufen gebracht habe. Als nächstes werde ich mir eine Biokiste bestellen: Eine Zusammenstellung aus regionalem Obst und Gemüse, garantiert Bio und bis vor die Haustüre geliefert.

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Nebenher lernt man beim Lesen auch, wie viel die Stadt und die Stadtwerke für den Klimaschutz tun, zum Beispiel im Bereich der E-Mobilität. Dass die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) im ganzen Buch (über-)präsent sind, ist kein Wunder: Sie haben es nicht nur herausgegeben, sondern auch mitfinanziert.

Grundsätzlich kann ich jedem das Buch empfehlen. Experten der Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit erfahren zwar kaum etwas Neues, doch ist es schön zu erfahren, welche Möglichkeiten Wuppertal in diesen Bereichen bietet und wie sehr sich die Stadt bemüht, das Image einer umweltunfreundlichen Industriestadt abzulegen. »ack«

Titelbild: Klimasparbuch Wuppertal 2014 © oekom verlag

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