Ab morgen: „Ausgehsperre“ light in Wuppertal

In der heutigen Allgemeinverfügung gemäß des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hat die Stadt Wuppertal "Zusammenkünfte von mehr als 4 Personen unter freiem Himmel (...) untersagt."

Nur noch zwei Personen: Bund und Land verschärfen Kontaktverbot

Aktualisierung: Keine zwei Tage, nachdem Wuppertal, Remscheid und Solingen „Zusammenkünfte von mehr als 4 Personen unter freiem Himmel (…) untersagt“ haben, folgt heute eine Verschärfung der Regelung durch Bund und Land. „Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als 2 Personen“ sind ab morgen verboten, erklärt die Landesregierung vonordrhein-Westfalen.

Auf Seite vier der Allgemeinverfügung heißt es im Wortlaut:

„Zusammenkünfte von mehr als 4 Personen unter freiem Himmel sind untersagt, es sei denn, die Personengruppe ist dadurch verbunden, dass sie in ständiger häuslicher Gemeinschaft miteinander lebt (z.B. Familien, ständige Wohngemeinschaften), die Zusammenkunft bei der Erledigung von Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs unvermeidbar (z.B. Warteschlagen) ist oder aus zwingenden beruflichen Gründen erfolgt.“

Auch die Städte Solingen und Remscheid haben in gemeinsamer Absprache mit Wuppertal eine entsprechende Regelung verabschiedet, die ab Samstag, 21. März (0 Uhr) gilt.

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Stadtdirektor Johannes Slawig droht „noch massivere Einschränkungen“ an

„Ich bedanke mich bei den vielen Menschen, die sich vernünftig verhalten und die Regeln beachten. Allerdings sehen wir bei schönem Wetter, trotz aller Appelle, immer noch Gruppen von Menschen auf den Plätzen, in den Parks und der Fußgängerzone. Das müssen wir ändern, wenn wir die Ausbreitung des Virus mit seinen oft tödlichen Folgen wirksam verlangsamen wollen. Und das ist jetzt das allerwichtigste Ziel! Daher sehen wir uns gezwungen, diese Anordnung unverzüglich in Kraft zu setzen! Eine Begrenzung auf vier Personen ermöglicht es den Menschen trotzdem, rausgehen zu können und sich an der frischen Luft zu bewegen“, begründet Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Wuppertals Stadtdirektor Johannes Slawig betont als Leiter des Krisenstabs: „Jeder Kontakt birgt das Risiko einer Übertragung, auch wenn der Überträger überhaupt keine Beschwerden hat. Das muss in alle Köpfe. Der Schutz von Risikogruppen, die an SARS-CoV-2 schwer erkranken, wiegt höher als persönliche Interessen und lieb gewonnene Gewohnheiten. Daher sind diese und womöglich noch weitere Maßnahmen unabdingbar. Und jedem muss klar sein: Wenn diese Maßnahmen nicht wirken und nicht eingehalten werden, dann wird es noch massivere Einschränkungen geben müssen, um den Schutz der Gesundheit durchzusetzen.“ »red«

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