Spannende Rennen bei Festivalstimmung

Insgesamt 65 Kanus von 45 Hochschulen nahmen vom 19. bis zum 20. Juni am internationalen Wettbewerb teil. Zwei davon, „Schwebi Gonzales“ und „Canupa“, wurden von 38 Wuppertaler Bauingenieur-Studierenden konstruiert. Hunderte Stunden investierten sie in die Vorbereitungen (blickfeld berichtete). Die Regattateilnahme war der Höhepunkt des Projektes. Im Vorrundenlauf der Herren wurde das Team um „Canupa“ sogar Erster. Die starke Konkurrenz, vor allem aus Twente, verhinderte in den späteren Runden weitere Erfolge. Der Stimmung im Team tat dies keinen Abbruch.

Wuppertaler Betonkanuten fuhren zur 15. Deutschen Betonkanuregatta nach Brandenburg an der Havel

„Es war wie auf einem Festival“, beschreiben die TeilnehmerInnen das Regatta-Wochenende an der Havel. Bis dahin war es ein langer Weg. Die Wuppertaler Teams, die gemeinsam unter dem Namen „Schwebende Löwen“ antraten, investierten nicht nur viel Zeit, sondern mussten auch unbeschadet die Strecke bis nach Brandenburg überstehen – mit schwerer Fracht: „Canupa“, das einem Indianer-Kanu nachempfunden ist, bringt stolze 140kg auf die Waage. „Schwebi Gonzalez“, gebaut nach dem Vorbild eines Rennkanadiers, ist mit 87kg deutlich leichter. Zusammen knacken die Boote dennoch die 200kg-Marke, was den Transport nicht einfach gestaltete.

Anke Repp (l.) und Victoria Hoff (r.) im Rennen mit Canupa © Timur Kunyashev

Vor Ort trafen die beiden Wuppertaler Teams auf Konkurrenten aus Zürich, Helsinki und Berlin. Dabei stand vor allem der gemeinsame Spaß im Mittelpunkt. „Beton war das verbindende, aber nicht alles bestimmende Thema. Beim abendlichen Grillen, den Teampräsentationen oder dem gemeinsamen Singen und Tanzen stand das Miteinander im Vordergrund. Die Atmosphäre vor Ort war lustig und entspannt“, beschreibt Victoria Hoff vom „Canupa“-Team das Wochenende.

Joel jerrentrup (l.) und Philipp Gymnich (r.) am Start mit Schwebi Gonzales © BetonBild / Candy Welz

Schon jetzt steht fest: In zwei Jahren wollen viele Studierende, so auch Victoria, erneut am Wettbewerb teilnehmen. Dabei sollen künftige Betonkanuten vor allem vom Erfahrungsschatz der bisherigen Teammitglieder profitieren. Nach 2013 in Nürnberg und 2015 an der Havel wäre Wuppertal somit das dritte Mal am Start. Interessierte Studierende können sich bei Prof. Dr.-Ing. Steffen Anders (Werkstoffe im Bauwesen) und Prof. Dr.-Ing. Matthias Pulsfort (Geotechnik) melden, die die Betonkanuten von Beginn an betreuen. »mw«

Titelbild: Gute Laune auf der 15. Deutschen Betonkanuregatta © Timur Kunyashev

15. Deutsche Betonkanu-Regatta 2015

www.beton.org

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