Wie trete ich richtig vor einer Klasse auf? Welche Methoden wende ich am besten an und wie löse ich Konflikte zwischen SchülerInnen? Mit diesen und weiteren Fragen müssen sich angehende LehrerInnen spätestens während des Berufsfeldpraktikums auseinandersetzen. Doch wer gibt mir die passenden Antworten? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verbindet deutschlandweit pädagogische und wissenschaftliche MitarbeiterInnen in allen Formen von Bildungseinrichtungen, indem sie ihnen ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm und vieles mehr anbietet.

Serpil Gül-Gerad

Auch an der Bergischen Universität Wuppertal finden die Studierenden im Hochschulinformationsbüro (HIB im Gebäude ME, Ebene 04 – AStA) bei Serpil Gül-Gerad eine Ansprechpartnerin rund um das Lehramtsstudium. Neben Informationsabenden zu Praktika und zum Praxissemester organisiert das HIB jedes Semester neue Workshops beispielsweise zu „Stimmtraining“, „Unterrichtsmethoden“ oder „Unterrichtsstörungen“.

Die GEW bietet Veranstaltungen mit verschiedenen Schwerpunkten an, so dass Hilfestellungen zu jedem Thema im Lehramtsbereich geboten werden.
In diesem Rahmen ist es den Studierenden möglich, Fragen zu stellen, die von externen Referenten beantwortet werden. Die Workshops statten die angehenden LehrerInnen mit den erforderlichen Kompetenzen aus, die den späteren Berufsalltag deutlich erleichtern. Daher lädt Serpil Gül Gerard alle Lehramtsstudierenden ein, diese Veranstaltungen zu besuchen.

Die nächste Möglichkeit dazu wird es im Juli geben: Mit einer Informationsveranstaltung zu den Rechten und Pflichten studentischer Hilfskräfte unterstützt die GEW Studierende bereits während ihres Studiums.

Die GEW mischt sich in die Bildungspolitik Nordrhein-Westfalens ein

Die GEW in Nordrhein-Westfalen organisiert neben ihrer Arbeit vor Ort auch das jährliche Bochumer Memorandum. „Das Memorandum wurde 2005 von der GEW NRW angestoßen. Der Gedanke war, überprüfbare Ziele zu formulieren, an denen sich die Bildungspolitik der Landesregierung messen lässt“ so Serpil. Die Indikatoren umfassen sämtliche Bereiche von der frühkindlichen Bildung bis zum Ausbau eines inklusiven Schulsystems.
Die jährliche Auswertung zeigte zuletzt eine gemischte Bilanz: Weniger SchülerInnen müssen eine Klasse wiederholen und mehr SchulabgängerInnen haben mindestens den Abschluss Mittlerer Reife erreicht. Auch ist die Anzahl von SchülerInnen mit Migrationshintergrund an Gymnasien höher und die Studienabschlussquote insgesamt gestiegen. Der Aufbau eines inklusiven Schulsystems ist in die Wege geleitet worden und vom Land steht mehr Geld für die Weiterbildung zur Verfügung. Der Ausbau der U3-Betreuung ist deutlich vorangekommen und der Anteil der Betreuungsplätze konnte verdoppelt werden.
Auch in anderen Bereichen gibt es zwar eine deutliche Verbesserung, allerdings wurden die angestrebten Ziele nicht vollständig erreicht. So sei der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg immer noch Besorgnis erregend groß. Obwohl die Menschen insgesamt ein höheres Bildungsniveau erreichen, bleibe eine deutliche Diskrepanz in der Gesellschaft bestehen.

GEW-Mitglied werden

Eine Mitgliedschaft in der GEW bietet nicht nur die Möglichkeit aktiv die Bildungspolitik in NRW zu gestalten, sondern hat auch für jeden persönliche Vorteile. Für 2,50 Euro im Monat gilt der gewerkschaftliche Rechtsschutz bei Problemen an der Uni oder im Job. Fortbildungen werden zu günstigen Preisen angeboten und Materialien zu Themen aus Bildung, Pädagogik und Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Außerdem erhalten alle Mitglieder monatlich zwei Mitgliederzeitschriften mit Artikeln rund um den Bildungssektor.

Wer sich nun intensiver mit dem Ausbau seiner Kompetenzen für den Lehrerberuf auseinander setzen oder sich intensiv an der Bildungspolitik in NRW beteiligen möchte, kann unter hib-wuppertal (at) gew-nrw.de (Bitte abtippen) einen Termin mit Serpil Gül-Gerad vereinbaren oder auf dem UniDay am 14. Juni am Stand der GEW vorbei schauen. »ae«

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